Bestandsaufnahme JULI und was würde ich meinem besten Freund raten?

BEARBEITEN

  • Alter: 47 Jahre
  • Gewicht: 97,5 kg (quasi unverändert)
  • Körpergröße: 180 cm
  • BMI: 30,2 (30,1 letzter Beitrag)
  • Körperfett: 31,6% (18%-23% = ideal) (31,1% letzter Beitrag)
  • Viszerales Fett: 15 (<=10 ideal)
  • Biologisches Alter: 48 Jahre (45 letzter Beitrag)
  • Körperbau: untersetzt (noch)

Alles unverändert. Naja, das kommt nicht überraschend, denn der Juli war in Summe ziemlich durchwachsen. Mein JJ Training hat ziemlich genau 1x stattgefunden, am 07.07. Seit dem habe ich den Dojo nicht mehr betreten. Das frustet natürlich… ich habe dennoch versucht zu Hause irgendwie in Form zu bleiben, aber wie in meinem Beitrag Dojo vs Home schon festgestellt, ist Heimtraining zwar okay, aber lange nicht so effektiv.

Die Trainingsausfälle nerven mich. Gerade nach dem Corona Lockdown habe ich mich – wie wahrscheinlich jeder Sportler – auf langes und intensives Training gefreut. Ätzend, wenn es dann eben ausfällt und ausfällt und dann wieder ausfällt…

Jiu Jitsu ist in meinen Augen die perfekte Kampfkunst. Sie ist effektiv, brachial, „sanft“, deckt alle Ebenen der körperlichen Auseinandersetzung ab und ist anwendbar (im Fall der Fälle). Doch was nutzt eine Kampfkunst, wenn man sie nicht trainieren kann?

Jiu Jitsu ist kein Breitensport. Wenn man JJ lernen will, ist man hierzulande auf kleinere private Dojos und Kampfkunstschulen angewiesen, was wiederum bedeutet – die monatlichen Kosten sind, im Verhältnis zu einem Verein, sehr hoch. Neben den ordentlichen monatlichen Kosten ist der Invest in „Zeug“auch nicht gerade unerheblich. Ein bis zwei Anzüge (oder mehr) , Tief- und Mundschutz, Schienbeinschoner, Handschuhe… da kommen schnell mal etwa 300 – 400€ zusammen.

Egal ob Sportverein oder keine KK Bude – man geht eine Art Vertrauensverhältnis ein. Die Bude / der Verein darf den regelmäßigen Beitrag erwarten, während der Schüler / das Mitglied erwarten darf, dass das Training regelmäßig stattfindet. Wenn eine Seite ihrer Leistung nicht mehr nachkommt, muss man drüber sprechen. Ändert sich nichts, ist etwas faul.

Mein letztes Training ist nun also gute 4 Wochen her, davor hat es seit dem Ende des Lockdowns auch nur 2x stattgefunden. Für drei aus unserer Gruppe Grund genug, die Reißleine zu ziehen und den Vertrag zu kündigen. Ich bin, meines Wissens, einer von drei übrig Gebliebenen, die noch nicht reagiert haben.

Ich bin ein ziemlich treuer Hund. Bevor ich reagiere muss sich wirklich viel Frust aufgebaut haben. Auch jetzt würde ich erstmal abwarten, wie sich der Spaß weiterentwickelt. Zudem bin ich sowieso ein paar Tage im Urlaub, im August würde also nicht allzuviel passieren… gestern Abend habe ich dann aber in einem Buch sinngemäß folgendes gelesen: „Warum sollten die Dinge, die Du Deinem besten Freund oder jemandem aus Deiner Familie rätst nicht auch für Dich gelten?“

Ich würde nüchtern und mathematisch an die Sache gehen…

„Wieviel Geld hast Du für JJ-Zeug in Summe ausgegeben?“ –

„Etwa 500€“

„Bist du irre? Und wieviel Beitrag hast Du in Summe bis jetzt bezahlt?“ –

„Etwa 350€“

„Okay, das sind 850€. Wie oft hast Du wirklich Jiu Jitsu trainiert?“ –

„Hm – 11 mal dieses Jahr.“

„Das sind stumpf runtergerechnet 77€ und ein paar Zerquetschte PRO Unterrichtseinheit.“ –

„Das ist viel.“

„Ja. Selbst wenn Du Den Material-Invest rausnimmst und nur den Beitrag gegen Deine Unterrichtseinheiten rechnest (31€ / Einheit) ist das echt ne Menge Kohle.“ –

„Stimmt. Aber was ist mit Corona? Zählt das etwa nicht? Waren auch knapp 3 Monate Pause…“

„Naja, das stimmt, aber den Beitrag hast Du ja weiter bezahlt…. und mal abgesehen davon: Du bist jetzt 8 Monate dabei. Selbst wenn Du die drei Monate abziehst und von 5 Monaten möglicher Trainingszeit ausgehst – bei 8x Training im Monat (2x wtl.) hättest Du dann 40x Training haben müssen. Du hattest 11x Training…. also eine Quote von 27,5%… glaubst Du, dass sich die Situation bessern wird?“

„Puh, so hab ich das noch gar nicht gesehen… das sind von 8 möglichen Trainingseinheiten im Monat gerade mal 2,2 die realistisch stattfinden.“

„So sieht das aus.“

„Das macht keinen Sinn.“

Ja, das macht definitiv keinen Sinn, oder? Und da ich nicht glaube, dass sich die Situation großartig ändern wird, ziehe ich einen Schlussstrich.

Den August werde ich mich in Geduld üben und versuchenauf meine innere Stimme zu hören. Wies es dann mit dem Blog hier und dem „greyrollingpanda“ weitergeht – wir werden sehen.

In diesem Sinne! Happy holidays!

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