Home vs. Dojo

Am 16, Juni war es so weit: die Trainingshalle öffnete ihre Pforten!

Sicher gibt es noch Einschränkungen… die Umkleideräume und Duschen sind abgeschlossen, ebenso wie die Toiletten. Auf den Matten sind „Kabinen“ gekennzeichnet, um das Wahren des Abstands zwischen den Leuten zu sichern und „Körperkontakt“ in Form von Kämpfen gibt es eben nicht.

In meiner leichtsinnigen Art dachte ich mir, ich habe ja zu Hause in meinem Keller-Dojo trainiert, das wird schon nicht so krass werden… aber gut, Irren ist menschlich.

Unser Trainer meinte zu uns, dass wir erstmal sachte einsteigen, um Muskeln, Sehnen und Gelenke wieder in Form zu bringen und wenn dann die Corona-Vorgaben weiter gelockert werden fit ins Kampftraining einsteigen zu können.

Dann ging es los. klassisches Aufwärmen und Dehnübungen. Im Anschluss dann Faust- und Tritttechnik mit Anwendung am Boxsack. Dann Ukemi – klassische Fallschule um direkt im Anschluss wieder an die Boxsäcke zu gehen.

Zum Schluß gab es noch etwa 20 Minuten Yoga und fertig.

Im Grunde alles Dinge, die ich auch in meinem Keller-Dojo mache, mit dem Unterschied: ich habe wieder mal geschwitzt wie ein Schwein… mein Kimono war vollständig nass.

Also bin ich nass, kaputt und glücklich nach Hause gefahren, habe geduscht, etwas gefuttert und mich noch etwas auf dem Sofa verlustiert. Am nächsten Morgen hatte ich einen krassen Muskelkater.

Natürlich habe ich mir die Frage gestellt, warum der Unterscheid zwischen „Heimtraining“ und Training im Dojo so einen heftigen unterschiedlichen Effekt hat?

Und eigentlich ist die Antwort ganz einfach: Anleitung und Mittel.

Klar kann man sich viel über Apps, Videos und Blogs aneignen, sich selber beobachten und korrigieren. Im Zweifelsfall macht man die Dinge eben so, wie es gerade geht – und das ist immer noch besser als gar nicht. Was fehlt ist klar die Anleitung vom Trainer. Er korrigiert Dich, gibt Dir Hilfestellung, möglicherweise eröffnet er Dir auch einen anderen Blick auf die Übung. Das macht das Training unweigerlich intensiver… tiefer.

Was die Mittel angeht… klar hab ich zu Hause einige Matten, eine Box- und eine Tretbirne. Das ist gut und hilft mir gelegentlich mich mal auszupowern. Gegen die professionellen Übungsgeräte im Dojo können die Dinge bei mir im Keller aber nicht anstinken. Das habe ich schon während des Trainings gespürt, aber vor Allem am nächsten Tag im Muskelkater.

So sieht das aus! Für mich ist somit klar, dass Training zu Hause gut ist, besser als nichts zu tun allemal. Es kann aber ein Training im Dojo, Fitnessstudio, Verein, o.ä. nicht ersetzen… ABER auf jeden Fall ERGÄNZEN!

In diesem Sinne: OSS!

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