4 Wochen … und nun?

Vor ziemlich genau 4 Wochen habe ich mein erstes Jiu Jitsu Probetraining gemacht. Was ist seither passiert?

  1. Und es geht doch!

Nachdem ich mein Kyokushin Training aufgrund meiner geilen Arbeitszeiten aufgeben musste, war ich natürlich skeptisch, ob das mit dem Jiu Jitsu besser werden würde. Okay, das Training fängt zwei Stunden später an, dafür habe ich aber auch eine längere Anfahrt. Kurz und knapp: es klappt. Am Dienstag zwar „Spitz auf Knopf“, aber es funktioniert! Haken dran.

2. Überraschungen

Mehrere, mehr oder weniger.

a. Angefangen hat es mit dem Gruppenmix. Nur Erwachsene. Der Jüngste etwa Anfang 20 und Student. Der Älteste: wohl ich mit 46. Es scheint, als ob Jiu Jitsu eine Kampfkunst ist, die man erst „später“ entdeckt. In die Runde gefragt, waren die Vorerfahrungen recht unterschiedlich. Kickboxen, Judo, Karate, Eishockey und … keine – ist halt in der Nähe…

b. Bodenkampf macht Laune. Das hat sich wirklich gedreht. Mir war es immer ein Graus, wenn es beim Wing Chun oder Aikido auf den Boden ging. Zeitweise habe ich versucht diese Stunden zu meiden. Heute will ich das nicht mehr missen, gerade im Bodenkampf erfährt man soviel über sich und über das, wozu der Körper imstande ist – oder eben auch (noch) nicht. Zudem ist der Bodenkampf tatsächliches Ganzkörperworkout. Irrsinn, der ganze Körper steckt voll Muskelkater nach einer Einheit. Zumindest noch.

c. Mehr Kyokushin als ich dachte. Im Morganti Ju Jitsu haben sich noch viele traditionelle japanische Rituale erhalten. Vom Eintreten in den Dojo, der Begrüßung, den Begriffen, dem Drill an sich und der Verabschiedung – alles dabei. Ich glaube, dass insbesondere der Kyokushin Stil als Vorbild gilt, denn einige Dinge kommen mir so bekannt vor, dass sich schon fast ein heimeliges Gefühl entwickelte. Das überall zu hörende „OSU“ (im BJJ: „OSS“) zum Beispiel, das Kreuzen der Fäuste, die Einheiten zu Abhärtung am Oberkörper und an den Beinen (später auch Rücken, etc.), that’s Kyokushin!

3. Muskelkater

Seit 4 Wochen schleppe ich einen Muskelkater mit mir herum, der jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag (manchmal auch Sonntag) aufgefrischt wird. Gerade nach dem Donnerstagstraining brauche ist teilweise bis Sonntag, um mich wieder halbwegs rund bewegen zu können. Übertreibe ich? Vielleicht ein wenig, aber irgendwann wird sich der Körper daran gewöhnen. In Summe ist es sogar recht angenehm, denn ich merke, wie es in meinem Köper arbeitet, dass er dabei ist sich zu verändern, sich an die Belastung anzupassen.

4. Jiu Jitsu ist Schach

Ich gebe es zu, ich konnte bisher nicht viel damit anfangen. Mittlerweile weiß ich, dass es neben einer guten körperlichen Fitness auch eine gute Portion Hirn benötigt um Jiu Jitsu zu betreiben. Es geht darum zu verstehen, was man macht, warum man es macht und welche Auswirkungen es haben kann. Und das immer in Verbindung mit einem Partner. Ich finde es immer wieder irgendwie cool, wenn man auf dem Boden ineinander verhakt herumliegt, es wirklich weh tut und man trotzdem vernünftig miteinander den Hebel, die nächste Bewegung, oder die Wirkung dessen bespricht. Es geht also nicht darum, den „Gegner“ umzunieten, sondern mit seinem „Partner“ die Technik zu erarbeiten.

5. Ich freue mich drauf

Es gab für mich immer irgendeinen Pferdefuß bei den Kampfkünsten, die ich bisher gemacht habe. Beim Jiu Jitsu nicht, ich freue mich auf jede verdammte Einheit! Gut, die Rückwärtsrolle bereitet mir echt Schwierigkeiten, aber ich gebe nicht auf! So!

Ansonsten hat sich noch nicht wirklich viel verändert. Ich wiege noch genau so viel wie vorher, mein Bauch nervt mich immer noch und ich bin immer noch 46… 🙂 eventuell bin ich etwas beweglicher geworden, mehr ist aber noch nicht passiert.

Bevor ich mich nun mit einem fröhlichen Gruß verabschiede, muss ich noch kurz etwas los werden, es geht um die Domain. Der Begriff „RollingPanda“ wird nicht nur von mir benutzt, sondern auch von anderen Unternehmen, Firmen und Vereinen. Es ist noch nichts entschieden, aber es kann passieren, dass ich die Domain etwas anpassen, oder umbenennen muss. Ich denke, das wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.

In diesem Sinne: OSS!

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