Über die „Überforderung“-Zieldefinition Update

Überforderung. Keiner hört es gerne: „Bist Du überfordert?“ Im Laufe der Jahre hat sich diese Frage zu einer Art des „Lächerlich machens“ gewandelt. Seltsam, denn es gibt immer mal wieder Phasen, in denen wir überfordert sind.

Das ist gar nicht schlimm, es kommt vor, dass einem die Dinge über den Kopf wachsen, dass man sich zu viel zugemutet hat. Die Frage ist -wie so oft- wie geht man damit um.

Zur Ruhe kommen, durchschnaufen, es akzeptieren, verändern.

2020 ist jetzt etwa 1,5 Monate alt. Und um ehrlich zu sein, kaum ein Jahr hat so ätzend begonnen wie dieses. Der Hexenschuss hat mir etwa 3 Wochen geraubt, plus eine weitere Woche, die ich mit abendlichen Meetings verbrachte, war der Januar ein – in sportlicher Hinsicht – verlorener Monat.

Angestachelt von diesem Frust habe ich Pläne geschmiedet. Deutsche Ju Jutsu plus etwas anderes… Judo vielleicht, Aikido, oder eben Morganti Ju Jitsu… nebenher das Fitnessstudio, damit ich auch am Wochenende etwas tun kann…

Ist das auch eine Art Nebenwirkung des Alterns? Dinge, die man früher nicht machen konnte, nachzuholen? Midlife Crisis vielleicht? Männliche Wechseljahre?

Möglicherweise. Ich bin zum Glück weit weg von einem Porsche Cabrio (oder sonstigen Sportwagen), oder einer Rolex-, oder sonstigen Uhren-Blödsinn-Sammlung, für mich ist es die Kampfkunst.

Mal abgesehen davon, dass der sportliche Druck und die Zeitinvestition Irrsinn wäre, ist es auch mein Körper, der mir recht deutlich die Grenzen zeigt.

Ich habe mich im Laufe das Januars dazu entschieden mich voll auf Morganti Ju Jitsu zu konzentrieren und – wenn möglich – nebenher etwas zweites zu machen. Zusätzlich zum Fitnessstudio natürlich.

Fakt ist: ich habe meinen Vertrag mit dem Fitnessstudio gekündigt und nichts zweites nebenher angefangen. Es hätte mich „überfordert“.

Seitdem ich Morganti Ju Jitsu betreibe, spüre ich in meinem Körper, meinen Muskeln ein permanentes, leichtes Brennen. Es ist ein Muskelkater, der sich von Trainingseinheit zu Trainingseinheit immer wieder auffrischt, so fühlt es sich zumindest an. Es ist angenehm, ich spüre regelrecht, wie der der Körper auf die neue Belastung reagiert. Etwas zweites dazu, würde das Ganze wieder kippen lassen. So gebe ich mir etwas Zeit, warte ab, lasse es sacken.

Evtl. kommt die Zeit für eine zweite Kampfkunst.

Für das Wochenende habe ich mir einen kleinen Dojo im Keller eingerichtet. Bei ebay Kleinanzeigen habe ich mir etwa 13 qm Judomatten gekauft (gebrauchte von einem Sportverein), sowie einen Punchingball und einen Box- und Trittsack. So kann ich das Gelernte am WE noch einmal üben. Das reicht. Mehr geht nicht aktuell.

Bin ich also „überfordert“? Ein Stück weit ja. Aber positiv. Mein Körper ist tatsächlich im Stress und lernt gerade, sich auf dieses Jiu Jistu einzulassen. Das reicht. Mehr geht nicht. Jetzt heißt es, sich an die Belastung gewöhnen. Das mache ich.

In diesem Sinne: OSS!

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